Anlegerklage gegen Novo Nordisk A/S

Wir finanzieren eine beabsichtigte Klage gegen das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk A/S im Namen von institutionellen Anlegern. Die Kläger machen Entschädigungen aufgrund eines Kurseinbruchs an der Kopenhagener Börse geltend. 
Novo Nordisk entwickelt, produziert und vermarktet weltweit pharmazeutische Produkte. Der Anteil des Unternehmens am weltweiten Insulinmarkt beträgt nahezu 47 Prozent.

Der Vorwurf lautet im Wesentlichen, das Unternehmen habe im Zusammenhang mit dem Medikament Tresiba irreführende Aussagen getätigt, irreguläre Praktiken angewendet und Insiderinformationen nicht offengelegt. Novo Nordisk soll den Markt manipuliert haben, indem das Unternehmen seine aussichtsreichen Umsatz- und Wachstumsprognosen für den amerikanischen Markt mit der Entwicklung und dem Absatz des Medikaments Tresiba begründete. Allerdings habe Novo zunehmend höhere Rückvergütungen an die Pharmacy Benefits Manager (Drittparteien, die im US-amerikanischen Gesundheitssystem als Schnittstelle zwischen Pharmaunternehmen und Apotheken dienen) gezahlt, damit diese das Produkt in ihre Lagerbestände aufgenommen hätten.

Nachdem das Unternehmen im Oktober 2016 ankündigte, seine langfristige Wachstumsprognose um 50 Prozent nach unten zu korrigieren, brach der Aktienkurs um 13 Prozent ein. Dieser Kurseinbruch stellte den größten Preisverfall der Aktie seit 14 Jahren dar und führte bei den Anlegern zu Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro.
Die Klage wird in Dänemark eingereicht. Sie stützt sich auf die Vorschriften des Værdipapirhandelsloven (dänisches Wertpapierhandelsgesetz), der europäischen Marktmissbrauchsverordnung und der europäischen Marktmissbrauchsrichtlinie. Derzeit läuft in den USA ein Verfahren, mit dem die Herausgabe von Informationen verlangt wird, die für das Verfahren in Dänemark von Bedeutung sind.